Nachdem sich die Gäste der Galerie am Michel mit einem Rotwein auf das Angenehmste hatten auf den Abend einstimmen können, entführte die Literaturinterpretin Rena Larf die Gäste auf eine Zeitreise um die Jahrhundertwende:

In die Welten des berühmten Dichters Rainer Maria Rilke!

 

Ein gelungenes Programm begann mit einer Kurzvorstellung des Dichters:

"Alles, was Sie, meine sehr verehrten Gäste, wissen müssen, ist, dass Rilke ein Ausgesetzter auf den Bergen seines Herzens war, ein ewig Suchender nach dem Sinn des Lebens und nach sich selbst, nach Liebe, Gott und Tod."

 

In der "Worte I. Teil  - Leben und Tod" folgten so wunderbare Gedichte wie: Was mich bewegt, Vor lauter Lauschen und Staunen sei still, Du musst das Leben nicht verstehen, Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!, Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen..

 

In die "Worte II. Teil - Die Liebe" ging es darum ob Rilke ein Gigolo und Frauenflüsterer war, wie er das Unsagbare der Liebe in Worte fasste und seine dichterische Fantasie von der Wucht seiner Leidenschaften beflügeln ließ.

Gäste vor Beginn in der Kunst - Betrachtung:

AKTUELL:

„Altweibersommer“
Inka Uzoma | Barbara-Kathrin Möbius | Tietsche Burmeister
Malerei und Skulpturen zeitgenössischer Künstler
10.09.09 – 22.10.09

 

Die charmante und zauberhafte Galeristin Ulrike Haase-Remé stellte Rena Larf den Gästen des Abends anhand ihres neuen Buches vor.

"Die einzige Gnade, die ich erflehe, ist die, dass meine Werke ein Echo in den Herzen hübscher Frauen finden möchten".

Dieser Satz des Poeten ließ die Herzen des überwiegend weiblichen Publikums höher schlagen.
Seine Liebschaften waren berühmte Frauen der Gesellschaft.
Wunderbare Liebesgedichte wie "Lösch mir die Augen aus, Die Liebende, Liebeslied" sorgten für romantisch-schwärmerische Stimmung beim Publikum.

Die Umschreibung des Liebesaktes in den  7 Gedichten bedachte Rena Larf mit den Worten: "Können Sie sich eine schönere Umschreibung einer Erektion vorstellen?"

"Schon richtet dein unwissendes Geheiß
die Säule auf in meinem Schamgehölze.

Schwindende, du kennst die Türme nicht.
Doch nun sollst du einen Turm gewahren
mit dem wunderbaren
Raum in dir..."

Rena Larf ließ ihre Interpretation der Texte von Rainer Maria Rilke mit den Weltruhm - Gedichten und einer prosaischen Märchendichtung enden.

Lange ersehnt und mit viel Luftanhalten bedacht, zauberte sie mit "Der Panther" oder "Das Karussell" den Pariser Sommer in die Herzen ihrer Zuhörer.

Rena Larf: "Rilke ist mit seiner Feder ein Kaiser unter Königen."

 
"Feder und Schwert - Ein Dialog" geschrieben von Rilke als er gerade einmal achtzehn Jahre alt war, zeigte allen Gästen dieses Literarischen Dinners auf,

"...dass die Spitze seiner Feder eine starke Waffe war…"

O-Ton der Gäste:

"Nur das ZuHÖREN war schon eine besondere Freude!"

"Liebe Frau Larf, Sie haben eine ganz besondere Stimme, die Bilder in den Kopf zeichnet. Ich finde Rilke manchmal etwas schwierig zu verstehen, aber Sie haben seine poetische Ader wunderbar interpretiert."

"Ich habe beschlossen, mehr von und über Rilke zu lesen. Und ich möchte unbedingt, dass Sie mich noch oft mit ihrer wunderbaren Stimme unterhalten!"

"Ja, es war ein toller Abend, mit netten Menschen und einer wundervollen Umgebung und dafür möchte ich Danke sagen."

Ich bedanke mich bei einem wirklich zauberhaften Publikum mit dem es sich auch herzhaft lachen ließ - trotz Lyrik... oder gerade weil?

An diesem Abend hatte ich das Glück ganz besondere Menschen kennen lernen zu dürfen.

Auch möchte ich mich ganz herzlich bei Ulrike und ihrem Team für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Wir freuen uns auf weitere  literarische Glanzlichter in der Galerie am Michel

Das Copyright an den Bildern liegt bei (c) Ray Larf.

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